Öffentliche Abendvorträge am Campus Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern/Pirmasens/Zweibrücken
Die Veranstaltungen finden in deutscher Sprache statt.
Kommende Veranstaltungen
⭐ Samstag, 18.04.2026, 10-15 Uhr, Sternwarte Zweibrücken
Tag des Offenen Campus der HS Zweibrücken
Am Tag des Offenen Campus der HS Zweibrücken, 18.4.2026, 10 – 15 Uhr, erklären Mitglieder des NAWI e.V. die Funktion und Betrieb der Sternwarte und der Teleskope. Bei klarem Himmel können die Besucher die Sonne beobachten. Stichworte: Aufbau der Sonne, Kernfusion, 11-jährige-Schwabe-Periodizität, Sonnenflecken, Umpolung des Magnetfeldes, Heliosphäre, Auswirkungen auf unser Planetensystem.
Es werden auch zwei Vorträge angeboten:
Campus HS Zweibrücken, 11 Uhr, Raum A 136; jeweils 30 min.
1. Prof. Dr. W. Arnold: Was kann man mit der Sternwarte des NAWI e.V. auf dem HS-Campus beobachten?
Anhand der Beobachtungen des interstellaren Kometen 3I/Atlas und des Doppel Quasars Q0957 + 561A/B werden die Bedingungen diskutiert unter denen dies mit unserer Amateursternwarte möglich sind. Die Beobachtungen erlauben es die Kepler Gesetze und die Begriffe Fluchtgeschwindigkeit, Krümmung des Lichtwegs in starken Gravitationsfeldern und Nutzung eines Quasars als astronomisches Mikroskop persönlich erfahrbar zu machen.
2. Dr. Rolf-Dieter Schad : Der allernächste Stern – Unsere Sonne
Ohne die Sonne hätten sich keine acht Planeten gebildet und auf der Erde sich kein Leben entwickeln können. Das erscheint ganz einzigartig, und doch sind fast alle Lichtpunkte welche am nächtlichen Firmament zu sehen sind, physikalisch betrachtet, auch Sonnen.
Wie ist sie entstanden? Wie ist sie aufgebaut ? Woher bezieht sie ihre Energie? Was kann man auch mit ganz einfachen Mitteln sicher beobachten? Welches Schicksal wird ihr in der Zukunft beschieden sein?
Mittwoch, 29.04.2026, 19:00 Uhr, Audimax und Livestream
Mensch 2.0 – Braucht der Mensch ein Upgrade?
Dr. Verena Lütschg, About Tomorrow Consulting, Baden, Schweiz
Chips im Gehirn, die unsere Gedanken mit dem Internet verbinden. Genscheren, die Erbkrankheiten ausradieren oder Designerbabys erschaffen. Prothesen, die mehr können als das Original, und „unmenschliche“ Sinne, die uns völlig neue Welten erschließen. Was vor wenigen Jahren noch Science-Fiction war, wird in Laboren rund um die Welt bereits Realität. Der Transhumanismus verspricht nichts Geringeres als die Überwindung biologischer Grenzen: ein längeres, klügeres und leistungsfähigeres Leben.
Doch wer bestimmt, was ein „besserer“ Mensch ist? Wird Enhancement zum Privileg der Reichen? Und wenn wir alles an uns optimieren können, was bleibt dann noch vom Menschsein übrig?
Dieser Vortrag nimmt Sie mit auf eine Reise an die Grenze zwischen Mensch und Maschine, zwischen medizinischem Fortschritt und technologischer Hybris. Er zeigt, was heute schon möglich ist, was morgen kommen könnte und warum die wichtigsten Fragen dabei keine technischen, sondern ethische sind. Erwarten Sie keine einfachen Antworten, dafür lebhafte Diskussion, überraschende Einsichten und Fragen, die Sie nicht mehr loslassen werden.
Verena Lütschg promovierte in Molekularbiologie und arbeitete in internationalen Managementberatungen, Firmen und Think Tanks. Heute leitet sie in Zürich ihre eigene Technologieberatung „About Tomorrow Consulting“ und hat sich auf Wissensvermittlung, technologische Innovationen und deren gesellschaftlichen Auswirkungen spezialisiert.
Weitere Informationen:
https://www.about-tomorrow.com
Mittwoch, 27.05.2026, 19:00 Uhr, Audimax und Livestream
Der Inquisitionsprozess gegen Galileo Galilei – Die schwierige Beziehung von Ratio und Religio
Pierre Leich, Präsident der Simon Marius Gesellschaft, Nürnberg
Trotz unbezweifelbarer Beweise für das heliozentrische Weltbild wurde Galileo Galilei im Jahre 1616 vom Vatikan ermahnt und 1633 wegen Ketzerei angeklagt und verurteilt. Dies ist die populäre Kurzfassung des Prozesses. Galilei wird heute gerne als „Heilige Jungfrau von Orleans der Naturwissenschaften“ angesehen. Doch wie sind aus heutiger Sicht seine Beweise der copernicanischen Lehre einzuschätzen? Wie kann eine astronomische Theorie zu Zeiten des 30-jährigen Kriegs so einen Aufruhr erzeugen und was war wirklich der Anlass für den Konflikt mit der Kirche?
Pierre Leich studierte Philosophie mit den Schwerpunkten Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte. Er wird in seinem Vortrag über einen genialen Forscher berichten, der die damalige Sichtweise auf die Welt nachhaltig verändert hat.
Weitere Informationen :
https://www.art-und-friedrich.de/persons.php?person=10
https://pl-visit.net/index.php?hauptnav=privat&unternav=veroeffentlichungen
https://pl-visit.net/index.php?hauptnav=privat&unternav=aktivitaeten
Vergangene Veranstaltungen
Mittwoch, 08.04.2026, 19:00 Uhr, Audimax und Livestream
Der Vorbeiflug der Sonde Giotto am Halleyschen Kometen
Dr. Gerhard Schwehm, Ehemaliger Manager bei der ESA
Eine Begegnung der besonderen Art: Vor 40 Jahren, in der Nacht vom 13. auf den 14. März 1986, passierte Giotto den Halleyschen Kometen in einer Entfernung von nur 600 km. Es war die erste interplanetare Mission der ESA; ein riesiger Erfolg für die europäische Wissenschaft. Die Sonde lieferte das erste Bild eines Kometenkerns. Die Giotto-Mission brachte sehr viele neue Erkenntnisse über die Zusammensetzung von Kometen und die Interaktion von Kometen mit dem interplanetaren Medium.
Warum sind Kometen so faszinierend? Warum träumten Wissenschaftler seit Beginn des Raumfahrtzeitalters von einer Mission zu einem Kometen?
Dr. Gerhard Schwehm, ehemaliger Projektwissenschaftler für die Giotto-Mission bei der ESA, wird in seinem Vortrag einen Überblick über die Missionshintergründe und die technologischen Herausforderungen geben. Er wird zeigen, wie durch diese Mission die Kometenforschung geprägt wurde. Außerdem wird er einige persönliche Erinnerungen mit dem Publikum teilen und damit einen Eindruck vermitteln, wie faszinierend es ist, an solch einem Projekt mitarbeiten zu können.
Weitere Informationen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Halleyscher_Komet
Livestream:
Wir freuen uns natürlich über möglichst viele Gäste von Ort, werden aber denjenigen, die keine Gelegenheit haben nach Zweibrücken zu kommen, die Möglichkeit anbieten, unsere Vorträge live über das Internet zu verfolgen. Der Livestream wird am Tag des Vortrags ab ca. 18:45 Uhr online sein und ist auch von außerhalb der Hochschule (ohne Anmeldung oder Zugangsdaten) erreichbar.
Der Link ist für alle Vorträge gleich und lautet:
Tag der Astronomie am 28. März 2026

Am bundesweiten Astronomietag 2026 laden Sternwarten, Planetarien, Forschungsinstitute, Museen, Schulen und Einzelpersonen (Veranstalter in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz) wieder dazu ein, die Welt der Sterne mit den eigenen Augen zu erkunden. Auf dem Programm stehen der Gasriese Jupiter mit seinen vier großen Monden, unser Schwesterplanet die Venus und eine große Mondformation, der sogenannte Goldene Henkel.
Der Naturwissenschaftliche Verein zu Zweibrücken NAWI e.V. öffnet seine Sternwarte von 19:00 Uhr bis 23:00 Uhr. Bei bewölktem Himmel erklären wir unsere Sternwarte mit den verwendeten Instrumenten.
Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht notwendig.
Mittwoch, 14.01.2026, 19:00 Uhr, Audimax und Livestream
Dr. Christoph Endres, sequire technology GmbH, Saarbrücken
KI zwischen Schutzschild und Angriffswaffe
Künstliche Intelligenz (KI) verändert unsere Welt, sie ist Werkzeug und Waffe zugleich: KI kann uns vor Cyberangriffen schützen oder von Angreifern missbraucht werden.
KI-Systeme bestehen nicht nur aus Software, sondern auch aus Daten und komplexen Modellen, die neue Angriffsflächen bieten – etwa durch manipulierte Trainingsdaten oder gezielte Täuschungen. Sie können riesige Datenmengen analysieren, verdächtige Muster frühzeitig erkennen und so helfen, Angriffe abzuwehren, bevor Schaden entsteht. KI kann aber auch von Cyber-Kriminellen genutzt werden, zum Beispiel um täuschend echte Phishing-Mails zu generieren oder für automatisierte Hacks.
Im Vortrag wird gezeigt, wie KI-Systeme abgesichert werden können, wie sie zur Verteidigung beitragen und warum sie gleichzeitig neue Risiken darstellen.
Dr. Christoph Endres ist Informatiker mit über 20 Jahren Berufserfahrung in der KI-Forschung. Er ist Geschäftsführer der sequire technology GmbH, einem kleinen Saarbrücker Unternehmen, das sich um die Sicherheit von KI-Systemen kümmert. Darüber hinaus unterrichtet er KI im universitären Umfeld an der Scheer School for Digital Sciences, leitet einen Expertenkreis für KI Sicherheit in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und ist Fachbegutachter für Cybersecurity bei der Bundesnetzagentur.
Weitere Informationen:
Wir freuen uns natürlich über möglichst viele Gäste von Ort, werden aber denjenigen, die keine Gelegenheit haben nach Zweibrücken zu kommen, die Möglichkeit anbieten, unsere Vorträge live über das Internet zu verfolgen. Der Livestream wird am Tag des Vortrags ab ca. 18:45 Uhr online sein und ist auch von außerhalb der Hochschule (ohne Anmeldung oder Zugangsdaten) erreichbar. Der Link ist für alle Vorträge gleich und lautet:
Astronomie Tag
Seit dem Internationalen Jahr der Astronomie 2009 nimmt der NAWI regelmäßig am Astronomie Tag teil und wir können jedes Mal viele Besucher auf der Sternwarte begrüßen.
Open Campus
Am jährlichen Tag des „OpenCampus“ der Hochschule öffnen wir bei geeignetem Wetter die Sternwarte. Wir erklären wie Technik und Teleskope funktionieren und können folgende Bobachtungen anbieten:
• Beobachtung von Sonnenflecken und Protuberanzen mit unserem H-Alpha-Teleskop
• Beobachtung von Planeten und Sternen am Taghimmel
