Der Sternhimmel im April 2025
Mit der später einsetzenden Dämmerung verschiebt sich die Öffnung der Sternwarte an Freitagabenden im April um eine Stunde nach hinten auf 21:00 Uhr – vorausgesetzt, der Himmel bleibt wolkenfrei.
SONNE UND MOND
Am ersten des Monats geht das Zentralgestirn in Zweibrücken um 7:04 Uhr auf und um 20:05 Uhr unter. Die Tageslänge beträgt 13 Stunden 1 Minute und erhöht sich weiter auf 14 Stunden 43 Minuten am Ende des Monats. Der Vollmond am 13.04. wird den Blick auf lichtschwächere Objekte beeinträchtigen.

Am 1. April ab 22 Uhr wandert der zunehmende Mond über dem westlichen Horizont scheinbar durch die Plejaden. Die Plejaden sind als kleine Ansammlung von mehreren Sternen bzw. als nebliges Fleckchen zu erkennen. Hier der Himmelanblick gegen 22:30.
PLANETEN
Fast alle Planeten haben sich vom Nachthimmel zurückgezogen.
Merkur erreicht am 21. April mit 27,33 Grad beinahe seinen maximal möglichen Winkelabstand zur Sonne. Da er jedoch 12 Grad südlich des Tierkreises steht, bleibt er für eine Morgensichtbarkeit dennoch zu tief.
Venus hat ihre Morgensternperiode begonnen, im Fernrohr ist sie als dünne Sichel zu erkennen. Am 15. des Monats überschreitet sie den Horizont in Zweibrücken bereits um 5:16 Uhr.
Die Glanzzeit des Mars ist vorbei, er steht nicht mehr prominent an Abendhimmel. Im Fernrohr erscheint er als kleines Scheibchen.
Jupiter beherrscht nach wie vor den Abendhimmel. Seine Untergangszeiten verfrühen sich weiter, zusätzlich verkürzt sich seine Abendsichtbarkeit durch immer länger werdende Tage. Am 15. des Monats geht er um 0:08 Uhr unter, das Ende der bürgerlichen Dämmerung ist erst um 21:38 Uhr.
Saturn stand kürzlich in Konjunktion mit (scheinbar in der Nähe) der Sonne. Er kann sich noch nicht am Morgenhimmel durchsetzen.
Uranus ist kein lohnendes Beobachtungsobjekt mehr, Neptun hält sich am Taghimmel auf.
STERNENHIMMEL
Die Frühlingssternbilder stehen nun hoch am Himmel. Einzig im Westen sind noch die Reste der Wintersternbilder zu erkennen. Über uns erkennt man das Frühlingsdreieck, welches aus den hellen Sternen Arktur im Bärenhüter, Spica in der Jungfrau und Regulus im Löwen besteht.
Tief im Süden finden sich die unscheinbaren Sternbilder Becher und Rabe sowie, südlich und gegen Westen gehend, das Sternbild der Wasserschlange. In der griechischen Mythologie schickte einst Apollon, Sohn des Zeus, einen Raben mit einem Becher aus, damit dieser Wasser aus einer Quelle für eine Opfergabe an seinen Vater hole. Unterwegs wurde der Rabe von einem Feigenbaum, dessen Früchte allerdings noch nicht reif waren, abgelenkt. Der schwarze Vogel wartete bis die Früchte essbar waren, verspeiste diese und erfüllte erst dann seine Aufgabe. Als Ausrede für seine Verspätung griff sich der Rabenvogel eine Wasserschlange und behauptete, diese hätte ihm den Zutritt zur Quelle verwehrt. Apollon durchschaute die Lüge und versetzte den Raben, den Becher und die Wasserschlange als Warnung an den Himmel.
Im Osten macht sich bereits ein anderer griechischer Held, das Sommersternbild des Herkules, bemerkbar.
Hoch am nördlichen Nachthimmel hält sich das markante Sternbild des Großen Bären auf.
Die folgende Himmelsansicht ist gültig für den 1. April um 0 Uhr, den 15. April um 23 Uhr und 30. April um 22 Uhr.